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11.03.2009 SZ Sächsische Zeitung

Kalte Köstlichkeit per Paketdienst

Annett Heyse

 

 

Die Strategie, ein Produkt per Internet zu vertreiben und damit neue Käuferkreise zu erschließen, gehört mittlerweile zum Alltag vieler Unternehmen.

Für die Hersteller von Speiseeis allerdings dürfte sie durchaus innovativ sein.

Die Brüder Andreas und Thomas Nierade aus Dohna wollen sich nun an diesem Vertriebsweg versuchen.

Im Mai geht ihr neuer Geschäftszweig gewissermaßen auf Sendung: Eisbomben, Eistorten sowie Eisfiguren sollen per Internet verkauft und per Paketdienst zum Käufer geschickt werden - deutschlandweit und auch bei

größter Sommerhitze. "Wir können bis zu 30Stunden Haltbarkeit gewährleisten", verkündet Thomas Nierade stolz. Die kalten Schleckereien würden einfach in eine Thermobox gepackt, mit Trockeneis umhüllt und per

Expressdienst auf die Reise geschickt werden.

Die Expansion über die Grenzen hinaus - extra fürs Internetgeschäft wurde im November 2008 in Dohna die sächsische Eismanufaktur gegründet - ist für die Nierades ein neuer Schritt auf der Erfolgsleiter. Seit 2000 ging es für die beiden Seiteneinsteiger - Andreas und Thomas Nierade sind gelernte Reiseverkehrskaufmänner - eigentlich immer nur nach oben. Damals gründeten sie in der Fußgängerzone von Pirnas Altstadt das Le Café und verkauften Eis von fremden Herstellern. Die Nierades feilten am Angebot, fuhren nach Italien und schauten sich dort die Produktion von Eis an. "Das müssten wir doch auch selbst hinbekommen, dachten wir uns damals", erinnert sich Andreas Nierade. Gesagt, getan. Die beiden richteten sich eine eigene Herstellung ein, und

verwöhnen seit 2002 ihre Gäste  mit eigenem Eis.

"Dabei achten wir sehr auf die Zutaten, verwenden nur ganz wenige künstliche Aromen und Farbstoffe sondern geben lieber natürliche Rohstoffe ins Eis", wirbt Thomas Nierade. Das fange bereits bei der Milch an: Die Geschäftsleute beziehen ausschließlich Rohmilch von einheimischen Bauern, die sie schonend bei "nur" 65Grad pasteurisieren. Der Kakao kommt von einer Rösterei bei Wilsdruff, auserlesene Aromapasten aus Italien.

Über 40Eissorten haben sie mittlerweile im Angebot - neben den Klassikern Schoko, Vanille, Früchte auch solche modischen wie Tiramisu oder Buttermilch-Zitrone. Und die Nierades sind weiter experimentierfreudig: So gibt es beispielsweise ein Schoko-Kirscheis mit einer Chilinote drin.

Expansion ab 2005 Ihre Produktion haben sie längst aus Pirna ausgelagert. In Dohna bauten sie 2003 den ehemaligen Dorfkonsum um, seit 2005 werden von hier aus auch Gastronomen und Cafes der Region beliefert. Den Brüdern kommt entgegen, dass vor allem kleinere Cafes und Restaurants keine eigenen Herstellungskapazitäten haben, sich mit ihrem Angebot aber trotzdem vom industriell gefertigten Eis abheben wollen. Und zukünftig kann das dank Trockeneis, Thermoboxen, Internet und Paketdienst jeder zwischen

Nordseestrand und Alpenrand.

Heyse.Annett@dd-v.de

 

Bildunterschrift :

Thomas Nierade präsentierte neue Eissorten: Schokolade-Chili, Joghurt-Kirsch

und Schokolade-Orange hatte der Eisexperte im Angebot.Foto: T. Eckert

 

 

01.11.2006  SZ Sächsische Zeitung

Italiens Eis-Mekka war für Köttewitzer eine gute Schule

Hannelore Angermann

 

 

Eis ist nicht nur im Sommer eine beliebte Leckerei. Andreas (41) und Thomas Nierade (36), die Chefs vom Pirnaer "Le Café" und der EC Eis- und Cafe GmbH mit Sitz in Köttewitz schlecken nicht nur selbst gern die populäre Süßspeise. Auf sie setzen die Brüder auch geschäftlich. Im sanierten früheren Dorfkonsum produzieren sie ihre kühlen Köstlichkeiten nach italienischer Rezeptur. Wie, verrät ein Blick hinter die Kulissen.

Der geflieste Raum ist blitzsauber. Maschinen und Zubehör sind aus Edelstahl: Pasteurisator, Eismaschine, übermannshohe Eislagerschränke und mehrere Gefriertruhen, dazwischen Eimer und Dosen mit diversen Zutaten. "Rund 30 Eissorten sind ständig im Angebot, bis zu 50 sind möglich", sagt Thomas Nierade.

Die Grundmasse von Milch-Speiseeis besteht aus Frischmilch, italienischem Eispulver, Zucker und etwas Sahne (ein Liter auf 100 Liter Milch). Bei Fruchteis wird der Milchanteil durch neutrale Fruchtfasern und pflanzliche Fette ersetzt. Joghurt-, Buttermilch- oder Quarkanteile sind in Sorten für Gesundheitsbewusste enthalten, für Diabetiker gibt es spezielles Eis. Softeis enthält zwar die gleiche Grundmasse, wird aber maschinell mit mehr Luft aufgeschlagen. Im übrigen ist Eis längst nicht so kalorienreich wie manches

harmlose Erfrischungsgetränk. Zu den Rennern der Saison zählen die Sorten Joghurt-Kirsch, Rocher, Mon Cherie sowie Buttermilchvariationen mit Aloe Vera, Pfirsich oder Blaubeeren. Im Winter sind es Mandel-, Nuss- und Zimtkreationen.

Um Keime abzutöten, pasteurisiert Eiskonditor Denny Harnisch zunächst den Grundansatz bei 60 bis 80 Grad, ehe dieser durch Schock-Kühlung auf vier Grad abgekühlt und in Eiswannen portioniert wird. Danach mixt er Geschmackspasten oder -pulver, bei Fruchteis tiefgekühlte Früchte unter, die auch Farbgeber sind. Nun wandert die Masse in die Eismaschine und ist nach fünf Minuten fertig. Durch Gitterauslauf wird das Produkt geformt in Edelstahlwannen abgefüllt und dann bei minus 20 Grad gelagert.

"Ein Jahr ist das problemlos möglich", sagt Thomas Nierade, ein Fan von Aftereight-Eis. "Aber bei uns muss schon nach 14 Tagen aufgefüllt werden." Damit die Vorräte länger reichen, investiert man demnächst. "Denn wir wollen nicht nur das Le Café, sondern weitere Geschäfte bis hin nach Tschechien beliefern."

Auch den Catering-Service mit attraktiv verzierten Eisbomben kurbeln sie an. Warum sie sich auf italienisches Eis festlegten, erklärt der Jungunternehmer so: "Wir wollten kein 0-8-15-Produkt, sondern etwas Besonderes. Dabei setzten wir auf original italienische Rezepturen, mit weniger Zucker leicht abgewandelt für den hiesigen Geschmack", sagt Thomas Nierade. Er pilgerte wegen des Knowhows mit seinem Bruder zuerst ins italienische Eis-Mekka Longarone. Dann holten sie für den Start einen italienischen Fachmann nach Köttewitz, wo Thomas Nierade in seinem Privatgrundstück Eis produzierte. Nun legen sie seit 2004 im alten Konsum richtig los.

 

Bildunterschrift :

Thomas Nierade (l.) und Denny Harnisch warten an der Eismaschine auf die nächste Charge der gekühlten Erdbeer-Kreation. Foto: Hannelore Angermann